Heilerziehungspflege und -pflegehilfe

Als HeilerziehungspflegerIn oder HeilerziehungspflegehelferIn assistieren Sie Menschen mit Behinderung in ihrem Alltag. Um Inklusion zu verwirklichen, schaffen Sie in Ihrer Tätigkeit die Grundlagen für die Teilhabe aller Menschen in unserer Gesellschaft. Als pädagogisch-pflegerische Fach- oder Hilfskraft ist es Ihre Aufgabe, Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

In schwieriger werdenden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die beispielsweise geprägt sind von sozialer Ungleichheit, Armut, Migrationserfahrung und der Veränderung familiärer Strukturen, ist darauf zu achten, dass spezifische Hilfen und Unterstützungen allen Menschen zugänglich sind. Dazu bietet die Dr. Maria-Probst-Schule eine dreijährige Ausbildung für HeilerziehungspflegerInnen und eine einjährige Ausbildung für HeilerziehungspflegehelferInnen.

HeilerziehungspflegerInnen bringen für die Aufgabe vielfältige Kompetenzen mit. HeilerziehungspflegehelferInnen unterstützen sie in ihrer Tätigkeit. Beide Ausbildungen sind am Leitgedanken der Inklusion ausgerichtet und verbinden fachliche und persönliche Voraussetzungen, um dem professionellen Anspruch in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung und in der Kinder- und Jugendhilfe gerecht zu werden.

Ausbildung an der Dr. Maria-Probst-Schule

HeilerziehungspflegerIn

Dreijährige Ausbildung zur Fachkraft

HeilerziehungspflegerInnen sind sozialpädagogisch und pflegerisch ausgebildete Fachkräfte, die im Bereich der Assistenz, Beratung, Begleitung, Pflege und Bildung von Menschen mit Behinderung und in der Kinder- und Jugendhilfe tätig sind. Sie assistieren Menschen mit Behinderung in ihrem Alltag.

Berufsbild und Ausbildungsinhalt

  • Im Mittelpunkt der Tätigkeit steht die ganzheitliche Hilfe im Alltag, die auf die individuellen Bedürfnisse des behinderten Menschen abgestimmt ist.
  • Als FachschülerIn entwickeln Sie im Rahmen Ihrer Ausbildung umfassende Qualifikationen zur Bewältigung der beruflichen Anforderungen.
  • Die erforderlichen Kenntnisse grundlegender Theorien und Methoden spiegeln sich in den Unterrichtsfächern wider. Durch die enge Verbindung von Theorie und Praxis, können Sie gelerntes Wissen in der jeweiligen Einrichtung direkt umsetzen.
  • Die Ausbildung erfolgt auf Niveau sechs des deutschen bzw. europäischen Qualifikationsrahmens. Es besteht die Möglichkeit im Rahmen der Ausbildung die fachgebundene Fachhochschulreife zu erwerben.
  • Das Abschlusszeugnis berechtigt zur Führung der Berufsbezeichnung staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger bzw. staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin.

Zugangsvoraussetzungen

Für die Ausbildung Heilerziehungspflege benötigen Sie einen erfolgreichen mittleren Bildungsabschluss

und

einen beruflichen Abschluss in einem der Heilerziehungspflege förderlichen Bereich, z.B. Kinderpflege, SozialbetreuerIn.

Sie haben keinen beruflichen Abschluss in einem relevanten Bereich?

Sie können die Ausbildung auch beginnen, wenn Sie:

  • über eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem beliebigen Arbeitsbereich und zusätzlich einjährige Tätigkeit in einem der Heilerziehungspflege förderlichen Bereich verfügen.
  • ohne berufliche Erstausbildung über eine zweijährige Tätigkeit in einem der Heilerziehungspflege förderlichen Bereich, z.B. Praktikum, FSJ, Bundesfreiwilligendienst, verfügen. Bei Abitur oder Fachhochschulreife verkürzt sich diese Tätigkeit um ein Jahr.
  • für mindestens vier Jahre einen Mehrpersonenhaushalt geführt haben.

Außerdem ist uns besonders wichtig, dass Sie sich mit Ihren persönlichen Wertevorstellungen auseinandersetzen können und möchten.

Die Aufnahme an die Fachschule erfolgt in der Regel bei Nachweis einer Anstellung in einer Einrichtung (Praxisstelle) sowie nach der Teilnahme an einer Informationsveranstaltung an der Schule.

HeilerziehungspflegehelferIn

Einjährige Ausbildung zur Hilfskraft

HeilerziehungspflegehelferInnen wirken im Tätigkeitsbereich der pädagogischen Fachkräfte mit. Sie arbeiten überwiegend im Team als sogenannte Zweitkräfte, Pflegehelfer oder Ergänzungskräfte und unterstützen bei der Assistenz von Menschen mit Behinderung.

Berufsbild und Ausbildungsinhalt

  • Im Mittelpunkt der Tätigkeit steht die ganzheitliche Hilfe im Alltag, die auf die individuellen Bedürfnisse des behinderten Menschen abgestimmt ist.
  • Die erforderlichen Kenntnisse grundlegender Theorien und Methoden spiegeln sich in den Unterrichtsfächern wider. Durch die enge Verbindung von Theorie und Praxis, können Sie gelerntes Wissen in der jeweiligen Einrichtung direkt umsetzen.
  • Mit der Ausbildung der Heilerziehungspflegehilfe wird Ihnen der Mittlere Bildungsabschluss verliehen.
  • Nach abgeschlossener Ausbildung haben Sie die Möglichkeit, in die Ausbildung zum/r HeilerziehungspflegerIn einzusteigen. Bei Abschluss mit der Note 2,0 oder besser können Sie sogar direkt in das 2. Ausbildungsjahr einsteigen.

Zugangsvoraussetzungen

Für die Ausbildung Heilerziehungspflegehilfe benötigen Sie einen erfolgreichen Mittelschulabschluss

und

einen beruflichen Abschluss in einem der Heilerziehungspflege förderlichen Bereich, z.B. Kinderpflege, SozialbetreuerIn.

Sie haben keinen beruflichen Abschluss in einem relevanten Bereich?

Sie können die Ausbildung auch beginnen, wenn Sie:

  • über eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem beliebigen Arbeitsbereich und zusätzlich einjährige Tätigkeit in einem der Heilerziehungspflege förderlichen Bereich verfügen.
  • ohne berufliche Erstausbildung über eine zweijährige Tätigkeit in einem der Heilerziehungspflege förderlichen Bereich, z.B. Praktikum, FSJ, Bundesfreiwilligendienst, verfügen.
  • für mindestens vier Jahre einen Mehrpersonenhaushalt geführt haben.

Außerdem ist uns besonders wichtig, dass Sie sich mit Ihren persönlichen Wertevorstellungen auseinandersetzen können und möchten.

Die Aufnahme an die Fachschule erfolgt in der Regel bei Nachweis einer Anstellung in einer Einrichtung (Praxisstelle) sowie nach der Teilnahme an einer Informationsveranstaltung an der Schule.

Die Ausbildungen HeilerziehungspflegerIn und HeilerziehungspflegehelferIn sind nach AZAV zertifiziert.

HeilerziehungspflegerInnen im Erziehungsdienst

An der Dr. Maria-Probst-Schule haben Sie die Möglichkeit, die Weiterqualifikation HeilerziehungspflegerIn im Erziehungsdienst zu absolvieren. Damit können Sie nach Ende Ihrer Ausbildung als Fachkraft in bayerischen Kindertageseinrichtungen tätig zu sein.

Die Weiterbildung wurde von der LAG Heilerziehungspflege in Bayern mit dem Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales entwickelt und ermöglicht die inhaltliche und formale Anerkennung für die Tätigkeit im Erziehungsdienst. Weitere Informationen finden Sie in unserem Flyer.

Heilerziehungspfleger bei der Arbeit

Praxisstellen

Um an der Dr. Maria-Probst-Schule eine Ausbildung zu beginnen, benötigen Sie eine so genannte Praxisstelle in der Behindertenhilfe oder in der Kinder- und Jugendhilfe. In dieser Praxisstelle sind Sie neben Ihrer schulischen Ausbildung direkt in der Praxis tätigen.

Wir arbeiten eng mit den verschiedenen Einrichtungen in der Region zusammen. Sollten Sie noch keinen Vertrag mit einer entsprechenden Praxisstelle geschlossen haben, finden Sie hier unsere Übersicht über die Praxisstellen zum Download.